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Solidarität konkret e.V.
Claude Kpogo auf seinem Agroforst-Feld
Landwirtschaft

Agroforst-Projekt

Yéviépé bei Kpalimé, Westen Togos

Zum Thema: Nachhaltige Landwirtschaft in Togo

Die schleichende Entwaldung ganzer Landschaften ist auch in der Region um Yéviépé ein Problem mit vielen Folgen. Unsere Projektpartner von GAVISA arbeiten seit Jahren erfolgreich mit Agroforst-Methoden. Wir sammeln Spenden, um ihnen zu helfen, ihr Wissen systematisch weiterzugeben und tausende Bäume zu pflanzen.

Das Problem

Jeden Tag erreichen Kettensägengeräusche die Farm von Gavisa: Baumrodungen in den umliegenden Gebieten gehören zum Alltag. Dafür gibt es verschiedene Gründe:

Der Bedarf an Bauholz in den Städten ist groß. Gruppen junger Tagelöhner fällen im Auftrag der Holzhändler sehr viele Bäume. Nicht immer werden die Grundstückseigentümer vor der Fällung gefragt und oft wird erst im Nachhinein eine magere Entschädigung gezahlt.

Immer wieder sind Familien darauf angewiesen, Bäume auf ihren Grundstücken fällen zu lassen, um zum Beispiel in Krankheitsfällen das nötige Geld für eine medizinische Behandlung aufzutreiben.

Andere eifern der Idee einer modernen Landwirtschaft nach, entfernen jeglichen Baum- und Strauchbewuchs, um Mais oder Maniok in Monokultur anzubauen. Es kommt in der Regel zum Einsatz von Pestiziden und regelmäßigem Abbrennen der Felder. Dies führt mit der Zeit zu einer Degeneration der Böden.

Einige Menschen vor Ort bringen die massiven Baumfällungen mit Problemen in Verbindung, die in den letzten Jahren verstärkt aufgetreten sind und sich zunehmend verschärfen:

  • Ackerböden in Hanglage erodieren
  • der Fluss Wouto schwillt bei Starkregen schneller und stärker an als früher und verwüstet die Felder am Flussrand.
  • Trinkwasserbrunnen in Yéviépé und Umgebung versiegen, weil der Grundwasserspiegel sinkt.
  • Hinzu kommen stark schwankende Niederschläge

Gleichzeitig fehlen Anreize für die Pflanzung von Bäumen.

Claude Kpogo auf seinem Agroforst-Feld
Claude Kpogo gehört zu den ersten, der – angeregt durch das Team GAVISA – auf Agroforstwirtschaft umgestellt hat.

Der Lösungsansatz

Unsere Projektpartner von GAVISA haben in den letzten Jahren sehr gute Erfahrungen mit Agroforstwirtschaft gemacht und haben auf allen Feldern verschiedene Baumarten gepflanzt. Unter den Bäumen werden Sträucher und Feldfrüchte, wie z.B. Maniok, Yams, Mais, Ananas oder Erdnüsse, angepflanzt.

Das Blätterdach schützt den Boden vor schneller Austrocknung und Verhärtung in der Trockenzeit. Bei Starkregen lindern die Bäume die Bodenerosion, insbesondere auf Feldern in Hanglage. Die herabfallenden Blätter düngen die Felder auf natürliche Weise.

Agroforstwirtschaft gilt besonders in tropischen Vegetationszonen als ökologisch vorteilhaft, denn sie fördert Artenvielfalt und stabilisiert den Wasserhaushalt.

Doch ein Agroforstsystem auf den Feldern zu etablieren, erfordert Wissen und Arbeitskraft. Das Team von GAVISA hat viel Übung darin, Kleinbäuer:innen in neuen Anbaumethoden zu schulen und hat sich zum Ziel gesetzt, in den nächsten Jahren jeweils 10 Kleinbäuer:innen bei der Umstellung auf Agroforstwirtschaft zu begleiten. Das Interesse daran ist groß, denn die Menschen aus der Umgebung bestaunen bereits seit Längerem, wie auf der Farm GAVISA unter Bäumen und Sträuchern erfolgreich Feldfrüchte angebaut werden.

Die Teilnahme am Projekt umfasst:

  • Eine mehrteilige Fortbildung auf der Farm GAVISA
  • Die Aufzucht und Bereitstellung von 400 Setzlingen pro Teilnehmer:in
  • Beratung bei der Wahl der Baumarten, den optimalen Pflanzabständen, den Zeitpunkten der Pflanzung, etc.
  • Finanzielle Unterstützung für das Ausheben der Pflanzlöcher

So werden in der Region um Yéviépé durch das Projekt pro Jahr 4.000 junge Bäume gepflanzt und die Umstellung auf nachhaltige Agroforstwirtschaft in der Region gefördert.

Baumsetzlinge werden vor Ort gezogen
Die Setzlinge werden vor Ort gezogen
Pflanzung von Baumsetzlingen in der Regenzeit
Die Pflanzung erfolgt in der Regenzeit

Unser Beitrag

Solidarität konkret e.V. sucht Spenden zur Finanzierung des Projektes. Das Projekt wird vom Team GAVISA koordiniert und vor Ort umgesetzt. Die Spenden werden zu 100% in das Projekt vor Ort weitergeleitet.

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Yéviépé bei Kpalimé, Westen Togos

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